Wann ist Dämmschichttrocknung nötig? +
Immer wenn Wasser unter den Estrich gedrungen ist (länger als 6 Stunden Standwasser). Indikatoren: Wasser an Estrich-Randfugen, feuchte Stellen auf Estrich-Oberfläche, leichter Modergeruch. Bei Verdacht: Bohrloch mit Endoskopie prüfen — Dämmstoff sollte trocken sein.
Was passiert bei nicht-getrockneter Dämmschicht? +
Hohlraum-Feuchtigkeit ist idealer Nährboden für Schimmel. Innerhalb 3–6 Monaten Schimmelbildung in der gesamten Dämmschicht. Folgekosten: kompletter Estrich- und Dämmschicht-Austausch (5.000–20.000 €) statt 3.000–8.000 € Trocknung. Plus Gesundheitsrisiko für Bewohner.
Wie funktioniert Überdruck-Trocknung? +
Trockene Luft wird über ein Spezialgerät durch Bohrlöcher (10 mm) in die Dämmschicht gepresst. Sie nimmt Feuchtigkeit auf und entweicht durch Estrich-Randfugen oder weitere Bohrungen. Geräte laufen 24/7. Bei Calciumsulfat-Estrich nur Unterdruck-Verfahren (Vakuum) — sonst Wasserschaden im Estrich selbst.
Wie viele Bohrlöcher sind nötig? +
Faustregel: 1 Bohrloch pro 2–4 m² Fläche. Bei 30 m² Wohnzimmer also 8–15 Löcher in regelmäßigem Raster. Nach Trocknung verschlossen mit Spezial-Mörtel — Bodenbelag wird darüber neu verlegt.
Wer trägt die Kosten? +
Bei versichertem Leitungswasser-Schaden komplett die Gebäudeversicherung (Bausubstanz-Schaden). Kosten 3.000–8.000 € werden direkt mit dem Versicherer abgerechnet. Bei Selbstzahler-Schaden (z. B. übergelaufene Badewanne): eventuell Hausratversicherung wenn beweglicher Auslöser, sonst Eigenkosten.